Vitamin-C-Hochdosis-Therapie

Vitamin C, die Ascorbinsäure, ist das bekannteste Vitamin und ein für den Menschen lebensnotwendiger Stoff, den der Mensch nicht mehr selbst erzeugen kann. Die DGE empfiehlt eine Aufnahme von ca. 100 mg Vitamin C täglich.
Bei gesunden Menschen reicht diese Menge gerade aus, damit kein Mangel entsteht. Für Rauchern, wo ein höherer Bedarf vorliegt, empfiehlt die DGE lediglich 155 mg am Tag.

Eine heilende oder krankheitsvorbeugende Wirkung wird erst bei höheren Dosen erwartet. Aus therapeutischer Sicht empfiehlt sich die Zuführung in Form einer Infusion, da die Aufnahmefähigkeit des Dünndarms für Vitamin C begrenzt ist. Der Vorteil einer Infusion: Die gesamte Menge des als Infusion verabreichten Vitamin C steht dem Körper direkt zur Verfügung. Nichts geht durch Aufnahmebeschränkungen im Darm verloren. Man spricht von einer 100%igen Bioverfügbarkeit.


Mangelsymptome von Vitamin C sind z.B.:

  • Antriebslosigkeit
  • Glieder-, Gelenkschmerzen
  • Leistungsschwäche
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit
  • Skorbut
  • hypochrome, mikrozytäre (oft eisenrefraktäre) Anämie
  • Infektanfälligkeit
  • Immundepression
  • erhöhte Histaminsensibilität
  • Thrombozyto-, Granulozytopenie
  • Blutungen (erhöhte Kapillarbrüchigkeit) in:
    • Haut
    • Schleimhäuten
    • Beugemuskeln der unteren Extremitäten (z. B. Kniekehle)
    • Organen
    • Pleurahöhle
    • Myokard
  • erhöhte Biomarker der Lipidoxidation (8-oxo-dG, MDA, 4-HNE, 8-epi-PGF, oxLDL) im Plasma/Urin
  • erhöhtes Risiko für Radikal-assoziierte Erkrankungen (z. B. Katarakt, Krebs, diabetische Spätschäden)
  • blutendes, schwammiges Zahnfleisch
  • Lockerung und Ausfall der Zähne
  • Gingivitis
  • Parodontitis
  • Karies
  • Depressionen
  • Schwermütigkeit 
  • Muskelschwäche
  • Muskelschmerzen (Carnitinmangel)
  • Wundheilungsstörungen (gestörte Hydroxylierung der Kollagenlysylreste)

Indikationen / deutlich erhöhter Bedarf an Vitamin C:

  • Infektionserkrankungen (akute und chronische Infekte)
  • Bösartigen Erkrankungen
  • Ständigem Stress und psychischer Überbelastung
  • Entzündlichen Erkrankungen
  • Rheumatische Erkrankungen mit Schmerzzuständen
  • Allergien (bei Allergien kumulieren die gefürchteten freien Radikale und stimulieren dadurch eine überschießende Immun- und Entzündungsreaktion, es kommt zur Zunahme von oxidativem Stress. Durch hochdosierte Vitamin-C-Infusionen kann dieser Teufelskreis durchbrochen und eine deutliche Besserung herbeigeführt werden.)
  • Chronischen Darmerkrankungen
  • Arteriosklerose
  • Belastungen der Leber
  • Verletzungen
  • Rauchern
  • Sportlern
  • Gefäßschutztherapie bei Herzpatienten (KHK) und Diabetikern

Ablauf der Therapie:

Die Vitamin-C-Hochdosis-Therapie beginnt mit einer Dosis von 15 g pro Infusion und wird bis auf 30 g gesteigert. Nach einer Infusion mit Vitamin-C ist der Spiegel im Blut so hoch, dass alle Gewebe im Körper gut versorgt sind.

Eine Infusion dauert zwischen 30-120 Minuten. Vitamin-C-Infusionen werden sehr gut vertragen. Nebenwirkungen sind sehr selten zu erwarten. Vitamin-C ist kaum speicherbar, deshalb wird ein „zu viel“ relativ schnell über den Urin ausgeschieden. Gerade diese Einschränkung der Therapie ist aber auch ein großer Vorteil: Sie ist sehr sicher, da eine Überdosierung kaum möglich ist.


Wirkungsdauer der Infusion:

Die hohen Vitamin-C-Spiegel im Blut, die direkt im Anschluss an eine Infusion auftreten, bleiben nur für einige Stunden bestehen. Wie viele Stunden das sind, richtet sich nach dem tatsächlichen, individuellen Bedarf und der Ausscheidung über die Nieren.

Ein Vitamin-C-Mangel im Blut spiegelt eine Unterversorgung des Gewebes wider. Die hohen Blutspiegel nach einer Infusion bieten der Vorteil, dass Mangelzustände im Gewebe und in den Organen schnell ausgeglichen werden können. Hiervon profitieren u.a. Gebiete mit akuten Entzündungen, die einen starken Vitamin-C-Verbrauch haben. 

Bei Menschen mit einer Erkrankung mit einem sehr hohen Verbrauch an Vitamin-C – wodurch immer wieder aufs Neue ein sehr starken Mangel entsteht – können auch mehrere Infusionenserien notwendig sein.


Gegenanzeigen:

  • Oxalat-Nierensteine
  • bestimmte, meist angeborene Eisenspeicherkrankheiten

Falls Sie nicht sicher sind, ob Ihre Thematik hier genannt ist, sprechen Sie mich bitte einfach an. Es gibt nicht nur diese eine Therapieform.